Containerkaie Bremerhaven

Nördliche Erweiterung des Containerterminals in Bremerhaven um vier weitere Großschiffsliegeplätze

Bremerhaven zählt weltweit zu den bedeutendsten Containerhäfen. Die mehr als drei Kilometer lange Kajenanlage ist zurzeit die längste durchgehende Stromkaje der Welt. Vierzehn Großcontainerschiffe können hier seit Fertigstellung des Terminals CT IV anlegen, die Gesamtlänge der Kaje beträgt dann knapp 5000 m.

1968 erfolgte der erste Spatenstich für den Bau des Container Terminal „Wilhelm Kaisen“, den jetzigen Container Terminal I. 1982 wurde CT II eingeweiht. Wie schon bei den vorangegangenen Bauabschnitten (CT I,CT II) erwies sich auch der Bau der Terminals III und IIIa als außergewöhnliche Herausforderung an Planung und Durchführung. Unmittelbar an der Außenweser gelegen, war die Baustelle Sturm, Seegang und Eisgang ausgesetzt. Die Oberkante der Kajenfläche musste so hoch sein, dass das Hinterland gegen Brandung und Wellenüberschlag selbst bei höchstem Wasserstand gesichert bleibt. Die Konstruktion der Kajen besteht aus einer Spundwand mit Pfahlrostplatte und seperatem landseitigen Kranbahnbalken. Im Unterschied zu früheren Kajenbauten entschied man sich bei CT III, das Prinzip der überbauten Böschung aufzugeben. Die neue Kaje weist keinen Hohlraum mehr unter der Pierplatte auf. Die Weiterentwicklung  der Walz- und Rammtechnik (d. h. die Herstellung und Verarbeitung von Spundwandelementen hoher Tragfähigkeit) machten dies möglich.

Mussten bei CT I und CT II noch bis zu 450 to schwere Fertigteile von der Wasserseite aus eingebaut werden, konnte hier erstmals nach Rammung von Spundwand und Schrägpfählen der Sand so hoch eingespült werden, dass alle restlichen Bauteile (Stahlpfähle und Stahlbetonüberbau) von ,,Land“ aus hergestellt werden konnten.