Hochschule Bremerhaven

Der 4. Bauabschnitt der Hochschule Bremerhaven beinhaltet die Errichtung der Häuser Z (Labore, Werkstätten und Büros) und M (Mensa, Hörsaal, Lehrräume und Büros).

Das Haus Z ist ca. zur Hälfte unterkellert, Haus M ist fast vollständig  unterkellert. Beide Keller wurden aufgrund des hohen Grundwasserstandes als ,,Weiße Wanne“ bemessen. Die Sicherung der ca. 5,0 m tief einbindenen Baugruben erfolgt mittels Spundwänden, die mit oben liegenden stählernen Gurten und Steifen ausgesteift wurden. An einer Gebäudeseite von Haus M betrug der Geländesprung ca. 7,0 m, hier wurden zusätzlich vorgespannte Schräganker angeordnet. Als untere Spundwandauflager wurden für beide Baugruben in Abstimmung mit dem Bodengutachter 30,0 cm dicke abschnittsweise einzubauende Sprießplatten ausgeführt, die gleichzeitig als Unterbeton für die Kellersohlplatten dienten.

Die Gründung des Hauses Z erfolgte auf ca. 250 und die des Hauses M auf ca. 90 Vollverdrängungsbohrpfählen (Tragfähigkeit bis zu 1250 kN). Beide Gebäude sind als durch Wandscheiben ausgesteifte Stahlbetonskelettbauten geplant. Neben den Stahlbetonbauteilen waren auch etliche komplexe Stahlkonstruktionen zu bemessen.

Raumfachwerkbinder über der Halle von Haus Z, die als Trogbrücken (Stabilisierung der Fackwerkobergurte durch Halbrahmen) konzipierten Verbindungsstücken in der Halle von Haus Z, der außenliegende Fluchttreppenhausturm von Haus Z oder die sich kreuzenden Fachwerkbinder des Zeltdaches über dem Hörsaal von Haus M.