Alfred-Wegener-Institut Bremerhaven Haus E am Fischereihafen

Die Grundfläche des geplanten Gebäudes beträgt ca. 4800 m². Lediglich in kleinen Teilbereichen wurden maximal 8 Stockwerke ausgeführt, über einen Großteil der Grundfläche ist das Gebäude 4-geschossig konzipiert. Die untere Ebene dient als ungedämmte Park- und Technikebene, in den darüberliegenden Ebenen liegen die Labor-, Lager- und Büroflächen.
Die Geschoss- und Dachdecken wurden „installationsfreundlich“ als unterzugsfreie Decken (Flachdecken) mit einer Stüzweite bis zu 7,20 m ausgeführt. Der vertikale Lastabtrag erfolgte über Stahlbetonstützen, wobei die Innenstützen durchlaufend durch alle Geschosse ausgebildet sind. Die Aussteifung des Gebäudes erfolgte durch die massiven Treppenhauskerne sowie zusätzliche Stahlbetonwandscheiben.

Die sehr komplexe mehrfarbige Verblendfassade des Gebäudes erforderte einen über das übliche Maß hinausgehenden Planungsaufwand. Zur Erfassung der geschossweise erforderlichen Abfangungen mit einer Vielzahl unterschiedlicher Fertigteile sind in unserem Büro eine große Anzahl von Wandansichtsplänen gezeichnet worden, die auch dem Architekten als Grundlage dienten.

Der Neubau erhielt wegen des anstehenden nicht ausreichend tragfähigen Kleibodens eine Tiefgründung aus ca. 470 Teilverdrängungsbohrpfählen (Pfahllängen ca. 20 , Tragfähigkeit i. M. 1400 kN).
Nach Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen wurde eine 80,0 cm dicke durch die Pfähle punktgestützte Sohlplatte als Gründung konzipiert. Innerhalb dieser freitragenden Stahlbetonsohlplatte wurden auch die Entsorgungleitungen untergebracht.