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Rotorblatt-Prüfstand (1. Bauabschnitt)

Das Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES) der Fraunhofer-Gesellschaft testet in Bremerhaven an einem Prüfstand einzelne Rotorblätter bis 70 Meter Länge unter statischen und dynamischen Beanspruchungen. Simuliert werden Windbeanspruchungen, um die Gebrauchs- und Tragfähigkeit der Rotorblätter zu beurteilen.

Unsere Leistungen

Neben der Tragwerksplanung der Halle, der Pfahlgründung, der Prüfplatte und des Einspannblocks (Tragwerks- und Ausführungsplanung) waren wir auch für die ingenieurtechnische Überwachung zuständig.
Besondere Schwierigkeitsgrade bei der Bemessung waren vor allem die vielfältigen hohen statischen und dynamischen Beanspruchungen, die Berechnung der Montagezustände des Einspannblocks unter Berücksichtigung des sehr hohen Schalungsdrucks durch den Einsatz von SVB, das Erstellen des Bewehrungskonzepts und das Anfertigen der Bewehrungspläne sowie dasÜberwachen der Bewehrungsarbeiten vor Ort.
Zurzeit plant unser Büro im gleichen Umfang wie hier beschrieben den 2. Bau-abschnitt. Nach dessen Fertigstellung können hier Rotorblätter bis 90 Meter Länge geprüft werden. Baubeginn war 2009, die Fertigstellung ist für Ende 2010 vorgesehen.



 

Projekt-Details

Zur Prüfung wird das Rotorblatt am offenen Ende an einen Stahlbetonblock angeschraubt. In den Block sind über 200 Hülsen integriert, die ein „Durchankern“ der Kräfte gewährleisten. Der Block leitet die Beanspruchungen in Verbindung mit einer in diesem Bereich 2 Meter dicken Sohlplatte in die Pfahlgründung ab.
Durch Konstruktionen zur Seilumlenkung, die auf der Prüfplatte befestigt sind, wird das Rotorblatt per Hubzylinder im statischen Versuch nach unten in Richtung Hallenboden gezogen. Der dynamische Versuch erfolgt durch eine Anregung des Blattes in seiner 1. Eigenfrequenz.

Aufgrund der hohen statischen und dynamischen Beanspruchungen und der berücksichtigten Lastspielzahl von insgesamt 120 Millionen Lastwechseln für die Lebensdauer der Anlage ist der so genannte „Einspannblock“ hoch bewehrt. Der hohe Bewehrungsgrad erfordert den Einsatz von selbstverdichtendem Beton der Güte C50/60. Am iBMB der TU Braunschweig wurden vorab hierzu Eignungsversuche durchgeführt, um die geeignete Rezeptur festzustellen.

Stand: März 2010

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